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Error 404 - oder der Traum vom Computer-Hirn

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Photo by  Erik Mclean  on  Unsplash Im 18 Jh. sorgte ein Buch von Julien Offray de La Mettrie für Furore: L'Homme Machine  . Das Werk ist eine direkte Antwort auf Descartes, der mit seinem berühmten Leitsatz im Discours de la Méthode - "Ich denke, also bin ich" (Quatrième partie) - die Zweiteilung des Menschen in Seele und Leib statuiert hatte. Die Seele denkt und ist das an sich des Menschen, das sich im Körper verweltlicht. Descartes vermutete die Selbsttätigkeit der Seele in der Zirbeldrüse. Der Mensch, der sich seiner Existenz vergewissern wollte, war auf sein Bewusstsein zurückgeworfen, das in einem kleinen Klumpen Gehirn eingeschlossen für die Denkfähigkeit sorgte. Da Tieren dieses Bewusstsein fehle, waren sie für Descartes im Gegensatz zum Menschen lediglich Maschinen. An diesem Punkt setzt die Kritik von La Mettrie an. Sein Maschinen-Mensch ist - im Gegensatz zu den Tieren Descartes' - alles andere als ein Automat. In seinen Schriften sind Ver...

Experience Is our only Teacher

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                                                                    Bild: Pixabay-License In seinen Collected Papers schreibt C.S.Peirce sinngemäss: Erfahrung ist unsere alleinige Quelle der Erkenntnis. Experience is our only teacher. (Pragmatism and Pragmaticism, 5.50). Dabei hat die Aussage zwei Aspekte: Zum einen gewinnen wir Wissen nur aus der Erfahrung, zum anderen überprüfen wir, was wir zu wissen glauben, an Erfahrenem. Erkenntnisse entstehen durch unser Erleben der Welt. Die Begriffssysteme, mit denen wir unsere Erfahrung ordnen, haben keinen logischen Grund, sondern einen physischen. Unsere Vorstellungen sind nicht wahr, weil sie logisch kohärent sind, sondern weil sie sich in der erlebten Welt bewähren. Diese Einsicht kann auch für die Bildung von Bedeutung sein: Denn in einer Optik, wie sie Peirce anre...

"The Medium Is the Massage"

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Die Corona-Krise hat sämtliche Fragen zu den Eigenheiten digitalen Lernens regelrecht "unterlaufen", zumindest im Alltag vieler Schulen und Bildungsinstitutionen. Die sofortige Umstellung auf Fernunterricht war in vielen Fällen gleichbedeutend mit einer "Umkodierung" von Unterrichtssequenzen und -programmen, die für den Präsenzalltag konzipiert waren. Aufgrund der Dringlichkeit, die das Handeln angeleitet hat, standen auch keine grundsätzlichen Überlegungen zu diesem Übersetzungsprozess im Fokus. Als Bildner/-innen haben wir uns vielfach so verhalten, als ob es keine Rolle spielt, was überhaupt von der analogen Welt in die digitale übersetzbar ist und was nicht. Noch weniger stand vielleicht der Zweifel im Vordergrund, ob alles, was übersetzbar ist, auch eine Übersetzung verdient. Und weil Krisen vieles legitimieren, aber am allermeisten wohl das, was ohnehin schon Anwendung findet, stand auch nicht der Gedanke im Mittelpunkt, dass womöglich digitales Lernen...